Gestern besetzten Demonstranten in New York das Foyer von Bear Stearns, welches mit einer Haftungszusage von 30 Mrd US-$ in der Form eines nonrecourse loan an den Käufer JPMorgan gegangen ist. Für ein Trinkgeld. Für diesen Kredit muss der Beliehene nicht geradestehen, es zählen einfach die Sicherheiten, die hinterlegt sind. In diesem Fall sind es einfach faule Papiere, die anderwärtig niemals einen Käufer finden würden. Faule Hypotheken als Sicherheit für Zentralbankgeld. Wie faul diese Sicherheiten in Wirklichkeit sind, kann man hier nachlesen. Damit hat sich JPMorgen eines kleinen Teils dessen entledigt, was in Wirklichkeit nicht einmal 10% des tatsächlichen Buchwertes ausmachen. Aber die Federal Reserve haftet voll. Egal, ob diese Papiere in den Papiercontainer geworfen werden, was mit Sicherheit der Fall sein wird.
Dass diese Demonstration offenbar ein Zeichen ist, welches allgemein nicht wirklich begrüßt wird, zeigt sich daran, dass bis auf ein paar wenige Ausnahmen alle Online-Nachrichtendienste diese Nachricht verschweigen. Am ehesten noch berichteten die Schweizer Zeitungen.
Es könnte ja Schule machen. Denn besser, als die Gehsteige vor den Banken zu besetzen, wenn unvermittelt nicht mehr aufmachen, ist es, die Banken dann zu besetzen, solange sie noch offen haben.
Es ging den Demonstranten darum, dass das Füllhorn der Währungshüter über bestimmte Banken ausgeschüttet wird. Diese Gelder werden aber niemals dorthin gelangen, wo sie wirklich gebraucht werden.
Donnerstag, 27. März 2008
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