Samstag, 5. April 2008

Die Verhübschung eines Kanzlers

Ist doch nett, dieser Gusenbauer, nicht gerade intelligent und erfolgreich, aber nett. Zumindest wird die Mama nichts anderes von ihm sagen.

Ein Mann, dem man durchaus auch zutrauen kann, dass er einmal die Hemdsärmel hochkrempelt. Schön ist er nicht, aber das ist ja beim Umfallen auch ziemlich egal. Und wer am Teppich liegt, dem schaut man auch kaum ins Gesicht. Aber doch habe ich etwas gefunden. Gusenbauer mag sein durchaus gepflegtes, aber kräftiges Gebiß nicht. Aber da kann man ja nachhelfen. Hier ein Original:

Gusenbauer urtümlichUnd hier die retuschierte Fassung von seiner eigenen Website:

Gusenbauer mit verschönerten VorderzähnenDie Berater des Kanzlers kommen schon auf Ideen. Als ob es jemanden sympatischer macht, wenn man einfach die Zähne mit Photoshop weißer macht und mit einem Glättungswerkzeug drübergeht.

Die nächste Stufe ist sicherlich, wenn ihm jemand beibringt, dass man beim Sprechen nicht unmotiviert und zusammenhangslos mit den Händen vor dem Körper herumfuchteln soll. Und wenn, dann sollten diese Bewegungen im Kontext mit dem gerade Gesprochenen stehen. Aber als ausgewiesener Kenner von italienischem Baroso kann Gusenbauer auch die Gestiken der portugiesischen Weinbauern lernen, wenn er wieder einmal in Brüssel vorbeikommt.

Bildquelle: Wikipedia Commons, SPÖ

Mittwoch, 2. April 2008

Ein moderner laizistischer Staat in Europa?

Wenn in einem Land Priestergehälter und Renten aus Steuereinnahmen finanziert werden. Wenn auf einen enormen Grundbesitz sowie auf Gewinne zahlreicher kirchlicher Unternehmen keine Steuern erhoben werden. Absolut keine! Ein Land, in dem die Staatskirche eine Hilfsorganisation gründet - "Solidarität" nennt sie sich, und diese den größten Teil des staatlichen Budgets für Nichtregierungsorganisationen absahnt. Ein Land, in dem jeder Ministerpräsident und jede neu gewählte Regierung im Parlament vom Erzbischof vereidigt wird, vorher geht gar nichts. Schulgebete und Heiligenbilder in Klassenzimmern gibt es in jeder Bildungseinrichtung, auch in jedem Gerichtssaal wacht ein Jesusbildchen über der Richterbank. Und wenn eine andere Religionsgemeinschaft in diesem Land anerkannt werden möchte, dann ist das nicht eine Sache des Staates, es ist die Angelegenheit der Staatskirche. Wo sind wir?

In Griechenland! Oder doch in Bayern? Oder in Tirol?

Keine Windkraft in Österreich

Die Regierung kümmert sich in Österreich um viele Sachen. Ob nun das Rauchverbot wirklich ausreichend ist, ob man nicht den Ärmsten der Armen vielleicht mit 200 Euro unter die Arme greifen sollte - einmalig natürlich. Sie sagt zwar nicht wie, aber es sollen 350 Mio. Euro sein. Sie sorgt sich auch, ob man nicht den Mittelstand mit 500 Euro entlasten kann, einmalig natürlich. Eine Schulreform ist gescheitert, die Minister und sonstige SPÖler bloggen inzwischen fröhlich.

Aber wesentliches, wie zB. ein Ökostromgesetz wie in anderen Ländern, mit dem Investitionen in Windkraft und Sonnenenergie gefördert werden, so ein Gesetz ist weit weg. Ich denke, dass diese Regierung es gar nicht verstanden hat, dass ein starker Euro allein keine Garantie für billiges Erdöl sein kann.

Wozu auch. Denken war ja noch nie die Stärke dieser Regierung. Schon gar nicht der SPÖ, die vielleicht schon wollen täte wenn sie´s könnte. Die ÖVP will ja gar nicht, die blockt ja nur grundsätzlich ab.

Es scheint nun wirklich loszugehen!

Edelmetalle sind immer zuverlässige Indikatoren dafür, wenn irgendetwas im Schwange ist. Aber erst, seitdem sich die Staaten - sprich Nationalbanken - davon verabschiedet haben, die Menge an Geld, welche ausgegeben wurde, zumindest teilweise davon abhängig zu machen, wieviel Gold sie gleichzeitig als Sicherstellung diesem Papiergeld hinterlegen konnte (oder wollte). Mit der Aufkündigung des Bretton-Wood-Abkommens 1973 als direktes Ergebnis des Außenhandelsdefizits der USA wegen des Vietnamkriegs, war diese Goldbindung des Dollars nicht mehr zu halten. Schon damals hat sich gezeigt, dass diese Kriege von der gesamten Welt durch ein US-Defizit finanziert wurden, genauso wie heute auch der Afghanistan- und Irakkrieg.
Nachfolgende Grafik verdeutlicht das sehr gut (Quelle Kitco):
Goldpreisentwicklung: 1833 - 1999
Ähnlich sieht auch die Entwicklung des Silberpreises aus:
Silberpreis: 1792-1999
Die Auswirkungen des amerikanischen Bürgerkrieges 1861-1865 haben den Silberpreis um 250% ansteigen lassen - aber mehr nicht. Silber ist dann ab 1973 zum reinen Spekulationsgeschäft verkommen. Hier findet sich ein Link zu den Jahresdurchschnitten.

CNN - Verlust von 200.000 Jobs im Bankenbereich

Wie CNN hier berichtete, werden in diesem Jahr mindestens 200.000 Jobs abgebaut. Das sind aber nur Bankangestellte. Nicht mitgerechnet sind Jobs der externen Dienstleister wie zB die Sicherheitsleute, Reinigungfirmen, Hausbetreuer (auch die fallen, denn es wird auch gleichzeitig zu einer Reduktion von Filialen kommen). Auch nicht die netten Damen und Herren von der Cafeteria gegenüber, den Leuten, die durch das Einkommen der Bankangestellten ihren Job als Waiter sicher hatten. Alles Leute, die durch ein gutes Einkommen dieser Bankangestellten auch ihren Job erst hatten.

Es ist wie ein Kartenhaus das in sich zusammenfällt. Und die Banken werden auch keine Rücksicht darauf nehmen, wenn nun diese verlorenen Jobs dazu führen, dass die Gesundheitsversicherung für die Kinder nicht mehr gezahlt werden kann, die Hypotheken nicht zurückgezahlt werden können (Auch Bankangestellte sind dumm genug, sich auf Hypotheken mit niedrigen Startzinsen einzulassen).

Tent Cities sind überall im Entstehen. Die größte gibt es zur Zeit in Los Angeles. Und 1.300 Häuser gibt es in Detroit bereits um unter 1000$. Aber dorthin will ja niemand. Dort scheint bereits die Hölle ausgebrochen zu sein.

Sonntag, 30. März 2008

Euro tot - zurück zu den Nationalwährungen

Einen interessanten Beitrag zur EURO-Problematik kann man hier finden. Prof. Dr. Wilhelm Hanke, ehemaliger Chef der Hessischen Landesbank, Mitinitiator des Einlagensicherungsfonds unter dem ehemaligen Finanzminister Schiller, Autor des Buches: Der Euro - Fluch oder Segen spricht hier in einem 46-minütigen Interview zur Problematik der gemeinsamen Währung.

Sehr empfehlenswert, sehr verständlich!